Hilfe für Geflüchtete 

Helferkreis Eibach-Maiach

Solidarität statt Vorurteile

Als 2014 die Unterbringung Geflüchteter in Maiach bekannt wurde, regte sich Widerstand im Stadtteil. Doch aus Ablehnung entstand Engagement: Ehrenamtliche aus Vereinen, Kirchengemeinden und Parteien gründeten eine Initiative, die Menschen mit Fluchterfahrung praktisch unterstützt.

Von Begegnungsfesten über Sprachkurse bis zu kreativen Aktionen für Kinder – die Helfer schaffen Austausch, fördern Integration und bauen Brücken zwischen Kulturen.

Wie es dazu kam

Einer Wand aus Ablehnung standen der Leiter des Nürnberger Sozialamtes sowie die Vertreter der Arbeiterwohlfahrt Nürnberg, der Polizei und der veranstaltende Vorstadtverein Eibach-Maiach gegenüber als am 9. Juli 2014 über die Unterbringung von Flüchtlingen in Maiach informiert wurde. 
Menschen aus dem Stadtteil äußerten ihre Ängste, aber auch Leute, die hier gar nicht wohnen, nutzten die Veranstaltung, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen.

"Ohne diese Menschen und ihre vielfältigen und zum Teil traumatischen Fluchtsituationen zu kennen, einfach hetzen und Vorurteile verbreiten   -   so etwas kann und darf es in Eibach/Maiach nicht geben!" Schon wenige Tage nach der Veranstaltung fanden sich einzelne Personen und Vertreter der Kirchengemeinden, von Vereinen und Parteien unter dem Motto „Jetzt erst recht!“ zu einem ersten Treffen zusammen. Zahlreiche weitere Personen haben sich bisher unserer Hilfsinitiative angeschlossen.

Seither organisieren oder unterstützen wir (die Helfer) verschiedene Hilfsangebote vom Plätzchenbacken über Nähkurs bis hin zum Begegnungsfest oder zu Geschenkaktionen für Kinder. Mehrere ehrenamtliche Deutschkurse fördern Kenntnis und Verständnis der Flüchtlinge für die ihnen noch fremde Kultur und Sprache.