Die Verheißung des Glücks

Gedanken zu den heutigen Schrifttexten

Was bedeutet für Sie Glück? Ist es der langersehnte Urlaub? In den Armen Ihrer/s Liebsten zu liegen? Keine Sorgen zu haben?

Was sagen die heutigen Schrifttexte dazu?

Die erste Lesung aus dem Buch Jesaja ist überschrieben mit „Die Verheißung des Glücks im neuen Zion“. Hier verspricht Gott, dass es bei ihm das Beste zu essen und zu trinken gibt, und das ganz ohne Bezahlung!

In der zweiten Lesung aus dem Römerbrief hören wir davon, dass uns nichts von der Liebe Gottes scheiden kann.

Im Evangelium sucht Jesus sein Glück in einer einsamen Gegend, um endlich mal allein zu sein. Aber auch dorthin folgten die Menschen ihm und erlebten die wunderbare Brotvermehrung. Die Menschen suchten die Nähe zu Jesus, weil sie Glück und Liebe bei ihm suchen.

Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.“ (Gotteslob 843 - Eigenteil Bamberg) heißt es in einem Lied.

Demnach ist Glück, sich in der Liebe Gottes geborgen zu wissen. Dies spüre ich persönlich am Meisten beim Singen von Liedern wie z. B. „Wohin sonst“:

Herr, wohin sonst sollten wir gehen?
Wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch kann uns so viel geben wie du.
Du führst uns zum Leben zurück.
Nur du, nur du schenkst uns Lebensglück.

Aus deinem Mund höre ich das schönste Liebeslied.
An deinem Ohr darf ich sagen, was die Seele fühlt.
An deiner Hand kann ich fallen und du hältst mich fest.
An deinem Tisch wird mein Hunger gestillt. *

Das ist für mich Glück!

Ihr Gemeindereferent
Matthias Bögl

* Text und Musik: Thea Eichholz-Müller, Arrangement: Florian Sitzmann
© 2000 Gerth Medien Musikverlag, Asslar