Sicherlich kennen Sie das geflügelte Wort: „Kleider machen Leute“- und so kleidet man sich für besondere Anlässe festlich, trägt Anzug und Abendkleid. In der Arbeit und / oder in der Freizeit hingegen ziehen wir vielleicht eher bequeme und legere Kleidungsstücke an – und im Frei- oder Hallenbad würde auch diese Kleidung wohl wiederum unangemessen sein – da trägt man noch weniger!
Wir merken, anlassbezogen „schlüpfen“ wir in unterschiedliche Kleidung, in unterschiedliche Rollen eines Fest-Teilnehmers, einer Privatperson, eines Badegastes … – so, wie wir gesehen werden wollen und uns wohl fühlen. Aber egal was wir anziehen: drin steckt doch immer dieselbe Person.
So ähnlich verhält es sich mit der Dreifaltigkeit Gottes: Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist sind drei „Erscheinungsformen“ ein und derselben Person – des einen Gottes, des JAHWE („ich bin (da), (als) der ich (da) bin“ (vgl. Ex 3,14). Nur seine „Kleidung“, die Art und Weise, wie Gott auftritt, ist unterschiedlich.
Dem Mose erscheint ER im brennenden Dornbusch, dem Volk Israel auf der Wanderung ins verheißene Land in der Wolken- und Feuersäule. In Jesus Christus zeigt sich Gott als Wundertäter, barmherziger und liebender, aber auch fordernder, strafender und nach Gerechtigkeit strebender HERR. Der Heilige Geist ist der persönliche Begleiter in unserem Leben, der Tröster, Beistand, …
In allem bleibt er jedoch derselbe Gott eine Einheit im Vater, Sohn und Heiligem Geist - es ist immer noch ein und derselbe Gott, in unterschiedlichen Wesenszügen. In allem aber zeigt Gott SEINE Zugewandtheit aus Liebe zu uns, nicht zuletzt weil ER Alles, und damit auch jeden Einzelnen von uns ins Dasein gerufen hat. Gott ist Liebe, ER will Beziehung mit uns – deswegen ist Gott Mensch geworden und ist und bleibt der Heilige Geist mitten unter uns.
Es liegt an uns, Gottes Gegenwart in unserem Alltag, im Alltäglichen wie im Festlichen, in Trauer und Freude zu entdecken und zu loben. Und diese Dreieinheit, die so verschiedenartig, eben dreifaltig sich entfaltet und gezeigt hat, begleite unsere Zeit mit SEINEM Segen – oder wie es Paulus an die Gemeinde in Korinth als Segensform schreibt:
„Die Gnade des Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen“ (2. Kor, 13,13)